Was ist die Brustrekonstruktion?
Die Brustrekonstruktion umfasst eine Reihe chirurgischer Verfahren, die Frauen nach einer totalen oder partiellen Mastektomie – als Behandlung eines Mammakarzinoms oder bei Hochrisiko-Erkrankungen – Form, Volumen und Symmetrie der Brust zurückgeben. Der Eingriff hat nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine tiefgreifende psychologische und emotionale Bedeutung: Er trägt wesentlich dazu bei, Wohlbefinden und Selbstwertgefühl der Patientin auf dem Weg nach der Krebsbehandlung vollständig wiederherzustellen.
In Italien ist die Brustrekonstruktion als integraler Bestandteil der onkologischen Behandlung anerkannt und wird in der Mehrzahl der Fälle vom staatlichen Gesundheitsdienst getragen. Dr. Marco Galati, Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie mit über 20 Jahren Erfahrung und mehr als 5.000 zertifizierten Eingriffen, geht jeden Fall mit einem multidisziplinären Ansatz an und plant den Rekonstruktionsweg in enger Zusammenarbeit mit dem onkologischen Team.
Für die Rekonstruktion stehen verschiedene Techniken zur Verfügung, die nach den körperlichen Voraussetzungen der Patientin, dem Ausmaß der Resektion, den erhaltenen adjuvanten Therapien (Chemotherapie, Strahlentherapie) und den persönlichen Erwartungen ausgewählt werden:
- Rekonstruktion mit Brustimplantaten: angezeigt, wenn die verbliebene Haut von guter Qualität ist und das entfernte Volumen es erlaubt. In bestimmten Varianten wird sofort ein endgültiges Implantat eingesetzt, gegebenenfalls mit Unterstützung eines biologischen Netzes (azelluläre dermale Matrix).
- Rekonstruktion mit Gewebeexpandern: eine zweistufige Lösung, bei der zunächst ein provisorischer Expander eingesetzt und schrittweise aufgefüllt wird, um die Haut zu dehnen. In einem zweiten Eingriff wird er durch das endgültige Implantat ersetzt.
- Rekonstruktion mit Eigengewebe (Lappenplastiken): Hierbei wird Gewebe aus anderen Körperregionen (Bauch, Rücken, Oberschenkel) verwendet, um eine Brust mit natürlichem Volumen und natürlicher Konsistenz zu formen – ganz ohne Fremdmaterial.
- Lipofilling der Brust: eine ergänzende oder eigenständige Technik, bei der körpereigenes Fett der Patientin per Liposuktion gewonnen und in die rekonstruierte Brust injiziert wird, um Volumen, Form und Weichheit des Endergebnisses zu verbessern.
Ablauf des Eingriffs
Der Weg der Brustrekonstruktion beginnt immer mit einer ausführlichen Beratung, in der Dr. Galati die Krankengeschichte der Patientin bewertet, Haut und Restgewebe untersucht, die verfügbaren Optionen bespricht und Vor- und Nachteile jeder Technik erläutert. Ein offener, informierter Dialog ist in dieser Phase entscheidend, um die Lösung zu finden, die den Erwartungen der Patientin und ihrem Gesundheitszustand am besten entspricht.
- Beratung und Planung: Fachärztliche Untersuchung, Sichtung der onkologischen Unterlagen und Auswahl der geeignetsten Operationstechnik. Zeiten, Risiken und realistische Erwartungen werden offen besprochen. Bei einer Sofortrekonstruktion erfolgt die Planung in enger Abstimmung mit dem onkologischen Team.
- Vorbereitung: Vor der Operation werden Blutuntersuchungen, das Anästhesiegespräch und – falls erforderlich – bildgebende Untersuchungen (Ultraschall, Mammographie, MRT) durchgeführt. In den Wochen davor sind Rauchverzicht und das Absetzen blutverdünnender Medikamente erforderlich.
- Die Operation: Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert je nach Technik 2 bis 5 Stunden. Beim Expander wird das Implantatlager über die Mastektomienarbe angelegt; bei Eigengewebslappen wird das Gewebe aus der Spenderregion (Bauch oder Rücken) entnommen und zur neuen Brust modelliert.
- Schrittweise Expansion (falls indiziert): Beim Gewebeexpander wird in den Wochen nach dem Eingriff ambulant alle 1–2 Wochen über ein subkutanes Ventil aufgefüllt, bis das gewünschte Volumen erreicht ist. Danach wartet man 1–3 Monate, bevor der Wechsel auf das endgültige Implantat erfolgt.
- Feinkorrektur und Symmetrisierung: Nach der Hauptrekonstruktion können ein oder mehrere Zweiteingriffe das Ergebnis perfektionieren: Rekonstruktion des Nippel-Areola-Komplexes (mit Hauttransplantat oder medizinischer Tätowierung), korrigierendes Lipofilling und Symmetrisierung der Gegenbrust für ein ausgewogenes Erscheinungsbild.
- Langzeit-Nachsorge: Das Endergebnis reift über 6–12 Monate. In der Nachsorge überwacht Dr. Galati Narbenbildung, Symmetrie und Gewebeintegration; Trägerinnen von Implantaten werden regelmäßig auf die Unversehrtheit des Implantats kontrolliert.
Erholung und Ergebnisse
Der postoperative Verlauf hängt von der gewählten Technik und dem Allgemeinzustand der Patientin ab. In der Regel dauert der Klinikaufenthalt 2 bis 4 Tage. Überwacht werden Wundheilung, Durchblutung des Gewebes und das Befinden der Patientin, die durch eine angepasste Schmerztherapie begleitet wird.
In den ersten zwei Wochen sind die Bewegungen des betroffenen Arms einzuschränken, Anstrengungen zu vermeiden und die Wunde sauber und trocken zu halten. Ein weicher postoperativer BH ohne Bügel ist für mindestens 4–6 Wochen zu tragen. Drainagen werden, falls vorhanden, innerhalb von 3–7 Tagen entfernt. Leichte Alltagsaktivitäten sind meist ab der dritten bis vierten Woche wieder möglich; Autofahren, Büroarbeit und Unternehmungen ohne körperliche Belastung bereits nach 2–3 Wochen. Intensiver Sport und das Heben von Lasten erfordern eine Pause von mindestens 6–8 Wochen.
Die modernen Techniken erlauben es, eine Brust mit sehr natürlichem Aussehen und Gefühl zu formen. Das Lipofilling verleiht zusätzlich Weichheit und Kontinuität der Kontur und verbessert die Symmetrie zur Gegenbrust. Implantate der neuesten Generation aus kohäsivem Silikongel bieten hohe Langzeitstabilität; regelmäßige Kontrollen (Ultraschall alle 2–3 Jahre) sichern die Unversehrtheit der Implantate. Zahlreiche klinische Studien belegen zudem, dass die Brustrekonstruktion wesentlich zur Wiederherstellung von Körperbild, Selbstwertgefühl und Lebensqualität nach einer Mastektomie beiträgt. Dr. Galati plant die Schnitte möglichst entlang der bestehenden Mastektomienarbe, sodass neue Nahtbereiche auf ein Minimum beschränkt bleiben und die Narben mit der Zeit deutlich verblassen.