Ästhetische Medizin

Chemisches Peeling

Das chemische Peeling nutzt die kontrollierte Wirkung säurehaltiger Lösungen, um geschädigte oder gealterte oberflächliche Hautschichten zu entfernen und das Wachstum einer neuen, glatteren, gleichmäßigeren und strahlenderen Haut anzuregen – in oberflächlicher, mitteltiefer oder tiefer Variante, je nach Hauttyp und Behandlungsziel.

Was ist ein chemisches Peeling?

Das chemische Peeling ist eine Behandlung der ästhetischen Medizin, die die kontrollierte Wirkung chemischer Säuren nutzt, um die geschädigten oder gealterten oberflächlichen Hautschichten zu entfernen und das Wachstum einer neuen, glatteren, gleichmäßigeren und strahlenderen Haut zu fördern. Das Prinzip dahinter ist die Keratokoagulation: Die aufgetragene Säure denaturiert die Proteine der Hautschichten und löst eine Reparaturantwort aus, die die Produktion neuen Kollagens und die Vermehrung der Keratinozyten stimuliert.

Nach der Wirktiefe unterscheidet man drei Hauptkategorien:

  • Oberflächliches Peeling – wirkt auf die Epidermis und die oberflächliche Schicht der papillären Dermis. Verwendet werden Alpha-Hydroxysäuren (AHA) wie Glykolsäure (10–35 %), Mandelsäure, Milchsäure oder die Jessner-Lösung. Angezeigt bei leichten Pigmentstörungen, vergrößerten Poren, feinsten Fältchen und zur allgemeinen Verbesserung der Hautleuchtkraft. Praktisch ohne Ausfallzeit.
  • Mitteltiefes Peeling – erreicht die oberflächliche retikuläre Dermis. Hauptakteur ist die Trichloressigsäure (TCA) in Konzentrationen von 20–40 %, teils kombiniert mit der Jessner-Lösung (Monheit-Protokoll) zur Wirkverstärkung. Es ist die Referenzbehandlung bei Sonnenflecken, Keratosen, moderaten Aknenarben und mitteltiefen Falten.
  • Tiefes Peeling – dringt bis in die mittlere bis tiefe retikuläre Dermis vor. Phenol (Karbolsäure), allein oder in der Baker-Gordon-Formulierung, bewirkt eine radikale Hauterneuerung: angezeigt bei tiefen Falten um Mund und Augen, schweren Lichtschäden und ausgeprägten Pigmentstörungen. Wegen der systemischen Aufnahme des Phenols ist eine ärztliche Überwachung während der Sitzung erforderlich.

Dr. Marco Galati wählt den geeignetsten Peelingtyp nach Fototyp, Erwartungen, Hautzustand und Toleranz gegenüber der Ausfallzeit aus – für einen individuellen, sicheren Behandlungsansatz.

Ablauf der Behandlung

Voruntersuchung und Vorbereitung: Vor jedem Peeling führt Dr. Galati eine gründliche Hautanalyse durch – Bestimmung des Fototyps (Fitzpatrick-Skala), Kartierung der Pigmentstörungen, Medikamentenanamnese und Prüfung der Kontraindikationen. In den 7–14 Tagen vor der Behandlung müssen Retinoide (Tretinoin, Retinol), exfolierende Säuren und Waxing pausiert werden. Intensive Sonnenexposition in den zwei Wochen davor ist eine absolute Kontraindikation. Bei dunkleren Fototypen oder Herpesanamnese können eine antivirale Prophylaxe und eine depigmentierende Vorbehandlungscreme verordnet werden.

Die Sitzung: Die Behandlung erfolgt ambulant in 30–60 Minuten, je nach Tiefe und behandelten Arealen. Die Hauptphasen sind:

  1. Reinigung und Entfettung – die Haut wird sorgfältig mit einem speziellen Reiniger gesäubert und mit Aceton oder Alkohol behandelt, um Talg zu entfernen und ein gleichmäßiges Eindringen der Säure zu gewährleisten.
  2. Auftragen des topischen Anästhetikums (nur bei mitteltiefen und tiefen Peelings) – eine betäubende Creme wirkt 20–30 Minuten ein.
  3. Auftragen der chemischen Lösung – die Lösung wird mit Pinsel, Gaze oder Tupfer gleichmäßig auf das gesamte Behandlungsareal aufgetragen. Der Arzt überwacht die Hautreaktion anhand des Frostings (Weißfärbung der Haut), dem Indikator für die Eindringtiefe.
  4. Neutralisierung oder Entfernung – AHA-Säuren werden mit einer Bikarbonatlösung neutralisiert; TCA und Phenol neutralisieren sich selbst. Anschließend wird eine beruhigende Schutzcreme aufgetragen.
  5. Sonnenschutz – vor dem Verlassen der Praxis wird ein Breitband-Sonnenschutz SPF 50+ aufgetragen.

Behandelbare Areale: Das chemische Peeling kann an Gesicht, Hals, Dekolleté und Händen angewendet werden. Die Gesichtsbehandlung ist die häufigste – möglich sind fokussierte Peelings einzelner Zonen (Mundregion, Augenpartie, Stirn) oder des gesamten Gesichts.

Erholung und Ergebnisse

Der Verlauf hängt von der Peelingtiefe ab. Nach einem oberflächlichen Peeling ist die Haut 12–24 Stunden gerötet und kann sich in den folgenden 2–3 Tagen dezent schälen: Meist ist die Rückkehr zu den normalen Aktivitäten schon am Folgetag möglich. Nach einem mitteltiefen Peeling ist die Rötung intensiver, die sichtbare Abschuppung dauert 5–7 Tage, wobei die Haut zunächst geschwollen und bräunlich erscheint, bevor sie sich schält. Die vollständige Erholung nach einem tiefen Peeling erfordert 10–14 Tage, mit deutlichem Ödem in den ersten 48–72 Stunden und ausgeprägter Abschuppung.

In allen Fällen gelten nach dem Peeling folgende Grundregeln:

  • Die sich schälende Haut nicht kratzen, reiben oder mechanisch ablösen.
  • Reichlich Feuchtigkeit mit den vom Spezialisten verordneten Cremes zuführen.
  • Jeden Morgen Sonnenschutz SPF 50+ auftragen, für mindestens 4–6 Wochen.
  • Direkte Sonnenexposition für mindestens einen Monat vermeiden.
  • Keine aktiven Wirkstoffe (Retinoide, AHA, BHA) bis zur vollständigen Wiederherstellung der Hautbarriere verwenden.

Die Ergebnisse eines Peeling-Zyklus zeigen sich vollständig 3–4 Wochen nach der Sitzung, wenn Heilungsprozess und Kollagenumbau abgeschlossen sind. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen: ein gleichmäßigerer Hautton, sichtbar reduzierte Sonnenflecken und Melasma, geglättete oberflächliche Fältchen und verbesserte Aknenarben. Die Haut wirkt strahlender, fester und von feinerer Textur. Die Ergebnisse eines mitteltiefen Peelings halten 1–3 Jahre; die eines tiefen Peelings können, was die Falten betrifft, dauerhaft sein – ein konsequenter Lichtschutz bleibt jedoch Voraussetzung, um den gewonnenen gleichmäßigen Teint langfristig zu erhalten.

FAQ zum chemischen Peeling

Ist das chemische Peeling schmerzhaft?
Während des Auftragens der Säurelösung ist ein mehr oder weniger intensives Brennen oder Prickeln normal, abhängig von der Tiefe des Peelings. Bei oberflächlichen Peelings ist das Unbehagen gering und gut erträglich. Bei mitteltiefen oder tiefen Peelings wird vor der Behandlung eine betäubende Creme aufgetragen; falls nötig, kann eine leichte Sedierung erfolgen. In der Phase nach der Behandlung können Rötung und Spannungsgefühl der Haut auftreten, die sich mit den verordneten beruhigenden Produkten gut kontrollieren lassen.
Wie viele Peeling-Sitzungen sind erforderlich?
Die Anzahl der Sitzungen hängt vom Peelingtyp und dem Behandlungsziel ab. Oberflächliche Peelings mit Fruchtsäuren (AHA) werden in der Regel in Zyklen von 4–6 Sitzungen im zwei- bis vierwöchigen Rhythmus durchgeführt, um die Hauterneuerung dauerhaft zu erhalten. Mitteltiefe Peelings mit TCA können 1–3 Sitzungen erfordern. Das tiefe Phenol-Peeling erzielt bereits mit einer einzigen Sitzung langanhaltende Ergebnisse. Dr. Galati legt das individuelle Protokoll bei der Voruntersuchung fest.
Schält sich die Haut nach dem Peeling? Wann kann ich wieder arbeiten?
Ja: Nach einem mitteltiefen oder tiefen Peeling ist eine sichtbare Abschuppung in den Folgetagen physiologisch – ein Zeichen, dass die Zellerneuerung im Gang ist. Nach einem oberflächlichen Peeling fällt die Abschuppung feiner und diskreter aus. Die Erholungszeiten variieren: Nach oberflächlichen Peelings kann die normale Aktivität schon am Folgetag wieder aufgenommen werden; nach mitteltiefen Peelings sind es in der Regel 5–7 Tage, nach tiefen Peelings 10–14 Tage. Wichtig ist, die sich lösende Haut nicht mechanisch abzuziehen und einen hohen Sonnenschutz (SPF 50+) zu verwenden.
Ist das chemische Peeling für alle Hauttypen geeignet?
Das chemische Peeling lässt sich für die meisten Hauttypen individuell anpassen, doch einige Situationen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Dunklere Hauttypen (Fototyp IV–VI) sind stärker dem Risiko einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung ausgesetzt: In diesen Fällen werden oberflächliche Peelings mit selektiven Molekülen wie Mandelsäure oder der Jessner-Kombination bevorzugt. Bei wiederkehrendem Lippenherpes, aktiver entzündlicher Akne, Einnahme von Isotretinoin oder kürzlicher Sonnenexposition wird die Behandlung verschoben oder angepasst. Die Voruntersuchung klärt Eignung, Fototyp und Behandlungsziele.
Welche Ergebnisse kann ich vom chemischen Peeling erwarten?
Die Ergebnisse eines Peeling-Zyklus zeigen sich vollständig 3–4 Wochen nach der Sitzung, wenn Heilung und Kollagenumbau abgeschlossen sind. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen: ein gleichmäßigerer Hautton, sichtbar reduzierte Sonnenflecken und Melasma, geglättete oberflächliche Fältchen und verbesserte Aknenarben. Die Haut erscheint strahlender, kompakter und mit feinerer Textur. Die Ergebnisse eines mitteltiefen Peelings halten 1–3 Jahre; die eines tiefen Peelings können bei den Falten dauerhaft sein – vorausgesetzt, der Lichtschutz wird konsequent fortgeführt.

Welches Peeling passt zu Ihrer Haut?

Finden Sie heraus, welches chemische Peeling für Ihre Haut am besten geeignet ist. Dr. Marco Galati empfängt Sie in Lecce, Parma oder Mailand zu einer persönlichen Beurteilung und einem maßgeschneiderten Behandlungsplan.