Was ist eine Blepharoplastik?
Die Blepharoplastik gehört weltweit zu den am häufigsten nachgefragten ästhetischen Eingriffen im Gesichtsbereich. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut der Augenlider an Elastizität und beginnt zu erschlaffen, während sich die periorbitalen Fettpolster verschieben und die charakteristischen „Tränensäcke“ unter den Augen bilden können. Das Ergebnis ist ein müder, schwerer Blick – und in manchen Fällen eine tatsächliche Sehbehinderung durch das Absinken des Oberlids (Ptosis).
Dr. Marco Galati führt die Blepharoplastik mit einem konservativen, individuellen Ansatz durch und entscheidet von Fall zu Fall, ob nur die Oberlider, nur die Unterlider oder beide behandelt werden. Ziel ist nicht, die Identität des Blicks zu verändern, sondern ihn harmonisch und natürlich aufzufrischen.
Hinweis: Der Eingriff kann auch eine funktionelle Bedeutung haben: Wenn das erschlaffte Oberlid das obere Gesichtsfeld einschränkt, kann die Blepharoplastik nach augenärztlicher Beurteilung als medizinisch indizierter Eingriff gelten.
Wer eignet sich für eine Blepharoplastik?
Die Blepharoplastik ist angezeigt für Männer und Frauen mit einem oder mehreren der folgenden Merkmale:
- Hautüberschuss an den Oberlidern mit „Schlupflid“-Effekt
- Deutliche Fettpolster unter den Augen, die einen müden Ausdruck erzeugen
- Tiefe Augenringe durch hervortretende Fettpölsterchen
- Fältchen und erschlaffte Haut des Unterlids
- Eingeschränktes Gesichtsfeld durch das absinkende Oberlid (funktionelle Ptosis)
Der ideale Kandidat ist in guter allgemeiner Gesundheit, Nichtraucher oder bereit, in den Wochen vor dem Eingriff auf das Rauchen zu verzichten, und hat realistische Erwartungen an die erreichbaren Ergebnisse.
Ablauf des Eingriffs
Präoperative Untersuchung: Vor dem Eingriff beurteilt Dr. Galati Menge und Qualität der überschüssigen Haut, das Vorhandensein von Fettpolstern, den Muskeltonus der Lider und die Gesamtform des Auges. Standardisierte Fotoaufnahmen dienen der präzisen Planung der Schnittführung; bei Bedarf wird eine augenärztliche Abklärung veranlasst. Der Patient erhält ein präoperatives Protokoll, das u. a. das Absetzen blutverdünnender Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Entzündungshemmer in den zwei Wochen vor dem Eingriff vorsieht.
Die Operation: Die Blepharoplastik wird in der Regel ambulant (Day Surgery) durchgeführt – in lokaler Betäubung mit leichter Sedierung oder, je nach Umfang und Wunsch des Patienten, in Vollnarkose. Die Dauer beträgt 45 Minuten für eine begrenzte Oberlidkorrektur bis zu 90 Minuten für einen kombinierten Eingriff an allen vier Lidern.
Oberlider: Der Schnitt folgt der natürlichen Lidfalte und ist nach der Abheilung praktisch unsichtbar. Über diesen Zugang werden überschüssige Haut, hypertrophe Muskelanteile und Fettdepots entfernt oder umverteilt.
Unterlider: Es gibt zwei Hauptzugänge. Der erste – bei Hautüberschuss – verläuft knapp unterhalb des Wimpernkranzes. Der zweite, die transkonjunktivale Technik, erfolgt von der Innenseite des Lids und ist Patienten mit isolierten Fettpolstern, aber guter Hautqualität vorbehalten: Er hinterlässt keine äußere Narbe.
Zum Abschluss werden feinste Nähte oder chirurgische Klebestreifen angebracht; Druckverbände über den Augen sind nicht erforderlich. In den ersten Stunden nach dem Eingriff werden kalte Kompressen empfohlen, um Schwellungen und Blutergüsse zu reduzieren. Der Patient kehrt noch am selben Tag in Begleitung nach Hause zurück und erhält detaillierte Anweisungen zu Medikation, Wundpflege und Warnzeichen.
Erholung und Ergebnisse
Schwellungen und Blutergüsse um die Augen sind völlig normal, erreichen ihren Höhepunkt in den ersten 48–72 Stunden und klingen danach zunehmend ab. Die meisten Patienten fühlen sich nach 7–10 Tagen wieder gesellschaftsfähig. Die äußeren Fäden werden am fünften bis siebten Tag entfernt; Make-up ist nach der Fadenentfernung erlaubt. In den ersten zwei Wochen sollten intensive körperliche Anstrengung, Sonne, Sauna und Schwimmbad gemieden werden; Kontaktlinsen können in der Regel nach 10–14 Tagen wieder getragen werden.
Die Verbesserungen sind bereits in den ersten Wochen sichtbar, das endgültige Ergebnis zeigt sich vollständig nach 2–3 Monaten, wenn Schwellung und Narben komplett zurückgebildet sind. Der Blick wirkt offener, jünger und erholter – bei erhaltener Ausdruckskraft und Natürlichkeit. Die Ergebnisse sind langanhaltend: Die entfernte Haut bildet sich nicht neu, die Vorteile bleiben im Durchschnitt 10–15 Jahre sichtbar. Ergänzende Behandlungen der ästhetischen Medizin – etwa Botulinumtoxin gegen Krähenfüße oder Filler für die Tränenrinne – können das Ergebnis optimieren und erhalten.